Die Stämme

Die „freien“ Pfadfinder Göttingen sind zwei Pfadfinderstämme (Chawrusen und Hohenstaufen), die politisch und religiös unabhängig sind.

Der enge Zusammenhalt der beiden Stämme führt auf die große Gleichheit zurück, da sich die Chawrusen ca. 1978 von den Hohenstaufen abgespalten haben und einen eigenen Stamm aufgebaut haben. Die beiden Stämme sind im Pfadfinderbund Boreas, in dem noch viele weitere Pfadfinderstämme Mitglieder sind. Mit den Boreas treffen wir uns häufiger auf großen Aktionen und erleben gemeinsam coole Sachen.

Der Stamm Chawrusen:

Wir sind der Pfadfinderstamm Chawrusen aus Göttingen.

Unser Stamm besteht aus mehreren kleinen Gruppen, die bei uns Sippen genannt werden. Die Gruppen treffen sich einmal die Woche im Jugendzentrum Geismar. Dort haben wir viel Spaß beim Basteln, Singen und Gitarre spielen, Fahrten vorbereiten, Spiele spielen und Herumtoben.

Eine Sippe besteht aus ca. 5-10 Leuten gleichen Alters, die einmal im Jahr zusammen auf Großfahrt gehen, in Länder wie Frankreich, Schweden, Norwegen, oder England. Man reist mit Wanderrucksäcken und legt pro Tag einige Kilometer zu Fuß zurück. Bei so einem Erlebnis lernt man die Natur, die Lebensweisen und die Menschen des Landes besser kennen. Man übernachtet in einem Zelt (einer Kothe) und kocht sein Essen über dem Feuer. Natürlich lernt man bei solchen Reisen die anderen aus der Gruppe besser kennen und erlebt so eine tolle und aufregende  Zeit, voller Abenteuer und schöner Momente, gemeinsam mit neuen Freunden.

Auch trifft sich der Stamm alle zwei bis drei Monate zu einem Stammeslager, um mal wieder miteinander zu palavern, wilde Gelände- oder andere Spiele zu spielen und abends gemeinsam am Feuer zu sitzen und zu singen. Diese Stammeslager müssen aber nicht nur auf den Stamm beschränkt sein, es gibt Lager mit anderen Stämmen aus ganz Deutschland, z.B.  den Stamm Hohenstaufen aus Göttingen, die wie wir zum Pfadfinderbund Boreas gehören.

Das Heim:

Unser Heim ist im Jugendzentrum Geismar (Heiderbeergasse 1),

in den wir einen Raum oben im Dachgesoß haben.

Der Stamm Hohenstaufen:

Bei unserem Stamm trifft eigentlich das Gleiche zu, wie bei den Chawrusen. Allerdings machen wir unsere Gruppenstunden nicht Drinnen, sondern in Hütten, die im Göttinger Stadtwald stehen. In unserem Stamm hat jede Sippe ihre eigene Hütte, die sie selber gestalten kann, wie sie will.

Wenn wir uns jeden Samstag zwischen 14 und 17 Uhr treffen, dann spielen meist zuerst alle Gruppen zusammen ein Spiel, woraufhin die einzelnen Gruppen dann jeweils eigenes Programm machen. Ist schlechtes Wetter, so wird dann in der jeweiligen Hütte gebastelt, gebaut und gesungen. Ist jedoch gutes Wetter, so wird draußen der Wald erforscht, Feuer gemacht oder irgend etwas anderes im Freien gemacht.

Die Sippen bestehen bei uns im Stamm jeweils aus ein bis drei Sippenleitenden und vier bis acht Sipplingen, also Kindern, die Betreut werden. Die Sippenleitenden sind zwischen 14 und 20 Jahre alt. Jede Person, der bei uns eine Sippe leitet, hat vorher an einer entsprechenden Schulung teilgenommen, wo sie gut für die Aufgaben und Pflichten als Leitungsperson vorbereitet wurde.

Wie auch die Chawrusen fahren bei uns die Sippen einzeln jeden Sommer auf Sommerfahrt. Fahren die jüngeren Sippen noch innerhalb von Deutschland, so fahren die Älteren in verschiedene Länder Europas. Auf der Sommerfahrt wandern wir in einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen jeden Tag zwischen fünf und 25 Kilometern. Nachts schlafen wir dann meist in unseren Pfadfinderzeleten, auch Kohten genannt, oder wir übernachten in Schutzhütten. Auf den Fahrten wird der Gruppenzusammenhalt sehr stark gefördert und meist erlebt man währenddessen auch spannende Abenteuer.